SALERO (74min.)

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SALERO entführt uns in das Hochland von Bolivien, an den Ort „Salar de Uyuni“. Seit Generationen sammelt dort Moises Familie Salz von den glitzernden und überirdisch anmutenden Salinen. „Salar de Uyuni“ liegt im Südwesten Boliviens auf einer Höhe von 3653m; mit 10.000 Quadratkilometern ist es die größte Salzpfanne der Erde. Sehr wahrscheinlich auch einer der einmaligsten und unwirklichsten Orte unserer Welt. Moises kann sich keinen besseren Lebensort vorstellen, als diesen abgeschiedenen Ort, in dem er auch geboren wurde.

Als die Regierung beschließt, Lithium von den tiefsten Salzschichten abzubauen, klopfte eines Tages der unvermeidliche Fortschritt an Moises Tür. (Lithium ist ein wertvoller Rohstoff, der unter anderem in Batterien verwendet wird.) Die Bolivianer streben heute nach dem Profit; vor wenigen Jahrhunderten beuteten die Spanier bolivianische Silberminen aus und ließen ein armes Bolivien zurück. Inzwischen wurde, in der Nähe von Moises Dorf, ein internationaler Flughafen gebaut. Die Straßen gepflastert, um die Touristen anzuziehen, damit sie diese außergewöhnliche Landschaft bestaunen.

Das Salz wird immer weniger und der Verkauf ist nicht mehr sehr gewinnbringend, meint Moises, und blickt entsetzt auf seinen Bruder, der inzwischen Salzminen gegen Andenken verkauft. Der Fortschritt scheint unaufhaltsam zu sein: Seine Söhne werden bestimmt keine Saleros und seine Frau fängt an, von einem modernen Leben und einem Friseur in der Stadt zu träumen. Während sich das Dorf auf eine wohlhabende Zukunft freut, ringt Moses mit seiner verschwindenden Art zu leben.

Neben den atemberaubenden Aufnahmen von einer noch unberührten, weißen Landschaft und Aufnahmen von Moises Alltag, philosophiert Moises über die Bedeutung seiner geliebten Region, über die Folgen des wirtschaftlichen Fortschritts und seinen Platz in der Welt. A film by Mike Pluncket. Zurück zum Video…

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